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Was ist das „Rhein-Main-Transfer-Programm“?
Auf Grundlage des 1959 geschlossenen Abkommens zwischen der Flughafen
Frankfurt Main AG (Nachfolgend FRAPORT AG genannt), der Bundesrepublik
Deutschland (nachfolgend Bundesregierung genannt) und der Regierung
der Vereinigten Staaten vertreten durch die Luftwaffe in Europa
(nachfolgend USAFE genannt) wurde den US-Streitkräften die
Nutzung von Teilen des Flughafens Frankfurt zur Wahrnehmung ihrer
militärischen Lufttransportaufgaben eingeräumt.
Im Dezember 1993 wurde ein neues Abkommen erstellt und eine begrenzte
Anzahl von Funktionen von USAFE wurde auf den Flugplatz Ramstein
verlagert. Damals wurden auch einige Einrichtungen/Flächen
auf dem Rhein-Main Flughafen an die FRAPORT AG zurückgegeben.
1999 wurde das Abkommen nochmals geändert. In diesem Dokument
haben sich die Bundesregierung, USAFE, FRAPORT AG sowie die Länder
Hessen und Rheinland-Pfalz erklärt, die auf dem Flughafen Rhein-Main
verbliebenen Flächen (ca. 153 ha) durch die Bundesregierung
bis zum 31. Dezember 2005 an FRAPORT zurückzugeben.
Folgende Ziele wurden vereinbart:
1. Die zurückgegebenen Flächen von Rhein-Main AB sollen
durch die FRAPORT AG für den zivilen Luftverkehr und damit
zusammenhängende Aktivitäten genutzt werden. Dadurch wird
der Erhalt und Ausbau des Flughafens Frankfurt als einer der bedeutendsten
europäischen Drehkreuze im nationalen und internationalen Luftverkehr
weiter gefördert und ausgebaut und damit auch der Wirtschaftsstandort
– Bundesrepublik Deutschland.
2. Die bisher von den US-Streitkräften auf der Rhein-Main
Air Base wahrgenommenen Lufttransportaufgaben werden ohne Unterbrechung
oder Verlust der derzeitigen US-nationalen oder NATO Verteidigungsfähigkeit
von den Militärflugplätzen Ramstein und Spangdahlem übernommen.
3. Die US- und NATO-Standorte in Ramstein und Spangdahlem werden
im Rahmen des Verlegungsprogramms mit einem Gesamtaufwand von ca.
372 Mio. € (197 Mio. € für Spangdahlem und 175 Mio.
€ für Ramstein) ausgebaut. Zusätzlich werden die
Vereinigten Staaten bis Ende 2005 ca. 250 Mio. € finanzieren.
Vorgenannte Investitionen werden die Fähigkeit der Flugplätze
im logistischen Bereich erweitern und somit die Grundlage für
den weiteren Betrieb sichern. Für die betroffenen Regionen
sind die betriebliche und militärische Aufwertung wirtschaftlich
und arbeitsmarktpolitisch von besonderer Bedeutung. Nicht zuletzt
wirkt sich das Ausbauprogramm positiv auf die regionale Wirtschaft,
das Handwerk und den Dienstleistungsbereich aus.
Künftig sollen die Transportaufgaben hauptsächlich vom
Flugplatz Ramstein übernommen werden, der bereits umfangreichere
logistische Aufgaben für die US-Streitkräfte in Europa
wahrnimmt. Der Ausbau des Flugplatzes Spangdahlem ist ebenfalls
erforderlich, um über Ramstein hinaus weitere Reservekapazitäten
für flugbetriebliche Anlagen sicherzustellen.
Der Verkehrsflughafen Frankfurt am Main hat unterdessen durch die
weitere Entwicklung in der Zivilluftfahrt seine technische Kapazitätsgrenze
erreicht und muss vor diesem Hintergrund weiter ausgebaut werden,
wobei unter anderem auf die den US-Streitkräften zur Nutzung
überlassenen Teilflächen zurückgegriffen werden muss.
Beide Militärflugplätze sind so zu erweitern, dass eine
durch die US-Streitkräfte vorgegebene optimierte Nutzung, gemessen
an modernen militärischen Verfahrensabläufen und sich
ändernden Aufgabenstellungen möglich wird und die in Frankfurt
am Main bei einem militärischen Bedarf benötigten flugtechnischen
Kapazitäten auf den Flugplätzen in Ramstein und Spangdahlem
mit dem Zeitpunkt der Verlegung verfügbar sind.
Auszug aus www.verlegungsprogramm.de
„Eckpunkte“
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